Die Obstwiese – Der Obstbäumerich
Die Obstmuckelei stellt sich vor
Bio-Obstbau und Lebensraum im Havelland
Die Obstmuckelei ist mein Beitrag zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Auf der bio-zertifizierten Fläche verbinden wir die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel mit dem Schutz der regionalen Artenvielfalt. Es ist ein Ort, an dem ökologische Produktion und natürlicher Rückzugsraum für Wildtiere und Pflanzen Hand in Hand gehen. Diese Erkenntnis fasziniert mich und treibt mich an.
Obstmuckelei in Zahlen
Bio-zertifizierte Fläche
Obstbäume und Gehölze
Hecken und Gehölze
Neupflanzungen seit 2020
Seit der Übernahme der Obstwiese im Jahr 2020 habe ich über 150 Bäume und etwa 500 Heckenpflanzen neu gepflanzt. Diese Bestände zu entwickeln, erfordert kontinuierliche Pflege – von der Wässerung und dem Baumschnitt bis hin zur Bodenverbesserung und Baumscheibenpflege.
Mein Ziel ist die nachhaltige Produktion von Tafelobst, Mostobst und Nüssen, während ich sukzessive auch den Anteil an Wildobst erhöhe.
Entstehung & Sicherung der Fläche
Eine Sensation: Gemeinsamer Erwerb 2020
2020 konnten wir die Fläche gemeinsam mit der Kulturland und vielen Unterstützer:innen erwerben. Für mich persönlich war das eine Sensation. Durch einen unbefristeten Pachtvertrag besteht nun eine langfristige Perspektive für die Obstwiese.
Bewirtschaftung & Aussicht: In Jahrzehnten denken
Ökologisches Zusammenspiel und Vielfalt
Eine Obstwiese zu bewirtschaften bedeutet, in großen Zeiträumen zu planen, da viele Bäume über 100 Jahre alt werden können. Mich beschäftigt daher die Frage, welche Arten und Sorten auch im 22. Jahrhundert noch einen Nutzen für Mensch und Umwelt haben. Um Antworten zu finden, setze ich auf Vielfalt: Neben klassischen Obstarten wie Apfel, Birne oder Kirsche wachsen hier auch Maulbeeren, Felsenbirnen und Kornelkirschen.
Dieses Zusammenspiel funktioniert nur durch Kooperationen: Die benachbarte Schäferei Biermann lässt ihre Merino-Schafe regelmäßig unter den Bäumen weiden. Zur Obstblüte stellt eine Kollegin ihre Bienenvölker (Brieselanger Honigbiene) in die Obstmuckelei.
Zukünftig möchte ich diesen Lebensraum weiter stabilisieren, den Austausch mit Kolleg*innen aus ganz Deutschland pflegen und die Obstmuckelei als Ort für Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen im praktischen Naturschutz erlebbar machen.